Textfeld: Die Wasserförderung

Mit dem Werbelner Bachtal haben wir ein leistungsfähiges Wassergewinnungsgebiet. Grundwasser steht ausreichend zur Verfügung.

Um es nutzbar zu machen, müssen wir den Grundwasserstrom anzapfen und das Grundwasser zutage fördern. Die Wasserförderung geschieht mit Hilfe von Brunnen. Davor müssen Bohrungen angebracht werden.

Die Sanierung der Brunnen

Brunnen unterliegen Altersprozessen. Ihre Leistungsfähigkeit lässt nach. Um einer Korrosion  und Verockerung an den Filterrohren vorzubeugen, müssen sie im Laufe der Jahre regeneriert werden. In 2006 haben wir am Brunnen II eine Sanierung durchgeführt.

Die Bohrungen

Durch die Bohrungen werden die wasserführenden Schichten aufgeschlossen. Sande, Kiese, Locker– und Festgestein werden mittels komplizierter Bohrtechnik durchdrungen. Unsere Bohrungen durchlaufen den gesamten Grundwasserleiter bis zur Sohle.

Die Anfänge der Bohrungen

Bevor man in den 50er und 60er Jahren mit den Bohrungen begann, war zunächst eine umfangreiche Planungsarbeit erforderlich: die Auswirkungen der Wasserförderung auf des Grundwasservorkommen musste abgeschätzt, die ökologischen Aspekte im Wassereinzugs– und Fassungsgebiet erkundet und die Brunnen unter technischen und wirtschaftlichen Aspekten genau dimensioniert werden. Mit den ersten Bohrungen wurden zahlreiche Pumpversuche durchgeführt. Und am Ende kam bei drei Bohrungen eine ausgefeilte Brunnentechnik zur Anwendung.

Die Brunnen

Der WasserZweckVerband Warndt hat fünf Bohrungen. Davon sind drei funktionsfähig zu Brunnen ausgebaut, zwei weitere sind niedergebracht und nicht ausgebaut.

Mit den Brunnen II, III und IV haben wir in 2008 Grundwasser in einer Menge von 750.000 cbm gefördert. Die Kapazitätsgrenze aller drei Brunnen beträgt 6.000 cbm/Tag. Aus dem Brunnen VI können wir Mineralwasser fördern.

Unser Förderrecht ist im Wasserbuch eingetragen und ist bis 2032 gesichert. Danach dürfen wir 1,05 Mio. cbm/Jahr fördern.

Das Wasserrecht

Um Grundwasser zu fördern, bedarf es einer gesetzlichen Genehmigung. Sie bestimmt, an welchen Stellen des Einzugsgebietes, in welchem Zeitraum und in welcher Menge Grundwasser gefördert werden darf.

Von Außen ins Innere und in die Tiefe des Brunnens

Wir machen uns auf den Weg: vom Wassergewinnungsgebiet ins Innere, durch den Brunnenvorschacht bis in die Tiefe des Brunnens.

Ein Auszug des Wasserbuchblatts

WasserZweckVerband Warndt

Bohrung

Tiefe (m)

Ausbau

Grundwasserstand u.G.

In Betrieb seit

Bohrung II

67

genutzt

7,5

1967

Bohrung III

85

genutzt

11,5

1962

Bohrung IV

109

genutzt

9,3

1962

Bohrung VI

144

nicht ausgebaut

17,7

-

Bohrung VIII

120

nicht ausgebaut

21,8

-

Blick auf die Anlage des Brunnens II

Zaun um den Brunnen (Schutzzone I)

Einblick in die Brunnentiefe mit Grundwasser

Brunnentechnik

Über die Treppe in die Brunnenstube

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